Ein Unentschieden im Handall zu erleben ist nichts alltägliches. Lediglich 7,8% der Spiele der 1. + 2. Liga (Saison 2024/25) endeten Unentschieden.
Dieses Kunststück gelang am vergangenen Sonntag der TSG Haßloch 2, bei ihrem Heimspiel gegen den TV Offenbach 4.
Mit einem 21:21 wurde den Zuschauern alles andere als ein Offensivspektakel geboten. Es entwickelte sich eine Abwehrschlacht mit 2 gut aufgelegten Torhütern. Nach der Niederlage im letzten Spiel wollte man sich rehabilitieren, was z.T. geglückt ist.
Die Quaichtalboys begannen mit einer 4:2 Abwehr und versuchten so früh die Halben der Vizebären aus dem Spiel zu nehmen, damit diese nicht zum Zuge kommen. Doch nach 10-15 Minuten, beim Stand von 8:6, stellten die Gäste auf eine sehr defensiv eingestellte 6:0 um und die Abwehrschlacht konnte beginnen. Die TSG tat sich gegen die tiefstehende Abwehrreihe schwer und folglich stand es nach 30 Minuten 11:13 für die Gäste aus der Südpfalz. Die Zeit war um und für die Zweitvertretung der Bären gab es noch die Chance einen direkten Freiwurf von der 9-Meter-Linie zu verwerten. Wäre Roberto Carlos Handballer gewesen, er hätte das Ding in der selben Manier wie David Letzin, der in diesem Spiel mit 7 Toren eine bärenstarke Leistung zeigte, unter die Latte gehämmert. Somit ging es dann mit 12:13 in die Kabine.
In der 2. Halbzeit dann das gewohnte Bild. Zwischen Spielminute 31 und 38 konnte keines der beiden Teams einen Treffer erzielen. Offenbach stand tief und die Gastgeber taten sich schwer im Angriffsspiel, aber investierten auch ihrerseits mehr in die Abwehr – Umstellung auf 5:1 war erfolgreich- und ließen in der 2. Halbzeit nur 8 Tore zu. Jedoch reichten diese 8 Tore der Gäste, dass man bei nur noch 2 Minuten und 15 Sekunden verbleibender Spielzeit ein 18:21 auf der Anzeigetafel wahrnehmen konnte. Alles sah nach einer weiteren Niederlage aus. Doch mit Wille und einem starken Matthias Vogel zwischen den Pfosten, konnte man noch die fehlenden 3 Tore aufholen und sich mit einem Punkt belohnen.
Insgesamt blieb das Spiel zu weiten Teilen fair: drei Siebenmeter (1/2), 5 Verwarnungen (2/3), 5 Hinausstellungen (1/4) und keine Disqualifikation.
Wäre mehr drin gewesen? Definitiv! Ist das Unentschieden leistungsgerecht anhand des Spielverlaufs? Ebenfalls definitiv!
Somit rangiert man jetzt in der Tabelle mit 7:3 Punkten weiterhin auf einem soliden 3. Platz.
Der Spielplan gönnt uns mal wieder eine längere Spielpause von 3 Wochen. Somit spielen wir erst wieder am 30. November auswärts, beim ungeschlagenen Klassenprimus TV Thaleischweiler.
Es spielten:
David Daniel Letzin (7), Dennis Woitas (4), William Aurel Grimm (2), Florian Hauke (2), Luan Kunz (2), Tim Werner (2), Lars Henkes (1), Stefan Herzog (1), Florian Baßler, Marco Grüner, Dominik Steidel, Matthias Vogel Offizielle: Axel Vierling
