TSG Haßloch gewinnt mit 43:34 gegen die HF Illtal und überzeugt vor allem mit einer starken Angriffsleistung
Die TSG Haßloch hat sich mit einem deutlichen 43:34-Heimsieg gegen die MSG HF Illtal in der Spitzengruppe der Regionalliga Südwest festgesetzt. Vor rund 250 Zuschauern lieferten sich beide Mannschaften ein torreiches Duell, in dem die Bären ihre Offensivqualitäten eindrucksvoll unter Beweis stellten. Gleichzeitig zeigte sich aber auch, dass defensiv noch Luft nach oben besteht.
Der Start verlief zunächst nicht nach Wunsch. Die Gäste aus dem Saarland gingen früh mit 2:0 in Führung, ehe die TSG durch Luis Maier, Leonnard Pfeil und Jakob Chrust zum 3:3 ausglich. In der Folge entwickelte sich zunächst eine offene Begegnung. Bis zum 11:10 nach einer Viertelstunde blieb Illtal in Schlagdistanz. Besonders der verletzungsbedingte Ausfall von Kapitän Nikola Sorda machte sich im Abwehrverbund zunächst bemerkbar. Die Haßlocher mussten sich erst auf die personellen Umstellungen einstellen.
Im Angriff fanden die Bären dagegen immer besser ihren Rhythmus. Mit hohem Tempo und konsequent ausgespielten Chancen setzte sich die Mannschaft von Trainer Christian Job Schritt für Schritt ab. Auch die Torhüter trugen ihren Teil dazu bei: Loic Modzinski entschärfte wichtige Würfe und parierte beide Siebenmeter der Gäste in der ersten Halbzeit. So erarbeitete sich die TSG bis zum Pausenpfiff eine verdiente 22:17-Führung.
Nach dem Seitenwechsel versuchte Illtal, mit einer offensiveren Abwehrvariante den Haßlocher Spielfluss zu unterbrechen. Zunächst zeigte die Umstellung Wirkung. Die TSG benötigte einige Minuten, um passende Lösungen zu finden, und beim 29:25 in der 42. Minute nahm Christian Job eine Auszeit. Diese sollte sich auszahlen: Die Bären fanden zurück zu ihrem schnellen Angriffsspiel und legten einen beeindruckenden Zwischenspurt hin.
Ausgehend vom 31:27 erhöhte Haßloch mit einem 6:0-Lauf auf 37:27 und sorgte damit für die Vorentscheidung. Auch in dieser Phase zeigte sich die Breite des Kaders. Neben den treffsicheren Rückraumspielern setzten verschiedene Akteure wichtige Akzente. In der zweiten Halbzeit überzeugte zudem Riku Horikawa mit starken Paraden im Tor. Anschließend ließen die Bären nichts mehr anbrennen und spielten den Vorsprung souverän bis zum Schlusspfiff aus. Am Ende stand ein torreicher 43:34-Erfolg auf der Anzeigetafel.
Bei aller Freude über die beiden Punkte sparte Trainer Christian Job die Defensivleistung nicht aus. Gerade angesichts der 34 Gegentore sieht die Mannschaft weiterhin Verbesserungspotenzial. Die Offensivleistung war dagegen ein klares Ausrufezeichen: Mit 43 Treffern zeigte die TSG, wie gefährlich sie wird, wenn sie ins Tempospiel findet.
Eine erfreuliche Nachricht gab es zudem rund um Kapitän Nikola Sorda. Nach seiner Fingerverletzung im Spiel gegen Kastellaun/Simmern hatten die Verantwortlichen zunächst einen längeren Ausfall befürchtet. Inzwischen gibt es jedoch Entwarnung: Nach aktuellem Stand ist nichts gerissen. Eine Rückkehr könnte bereits kurzfristig möglich sein.
Mit dem deutlichen Heimsieg bestätigt die TSG ihren positiven Trend und geht mit Rückenwind in die nächste Aufgabe. Am kommenden Sonntag um 18 Uhr wartet auswärts bei der HSG Rhein-Nahe Bingen die nächste Herausforderung auf die Bären. Dort will die Mannschaft an die starke Angriffsleistung anknüpfen und die nächsten Punkte ins Visier nehmen.
