TSG Haßloch – SF Budenheim 26:29 (11:14)

Der Saisonstart ist für unsere Bären alles andere als nach Wunsch verlaufen. Im ersten Spiel der neuen Regionalliga-Südwest-Saison musste sich die TSG Haßloch den SF Budenheim im heimischen TSG Sportzentrum mit 26:29 geschlagen geben.

Die Enttäuschung nach dem Abpfiff war entsprechend groß. Denn gerade nach einer insgesamt vielversprechenden Vorbereitung hatte sich die Mannschaft für den Auftakt deutlich mehr vorgenommen.

Dabei begann die Partie zunächst genau nach dem Geschmack der Bären. Mit viel Energie und einer konzentrierten Anfangsphase ging die TSG mit 3:0 in Führung. Die Mannschaft wirkte präsent und zeigte zunächst das Gesicht, dass sie in den vergangenen Wochen in vielen Trainingseinheiten und Testspielen gezeigt hatte.

Doch nach rund zehn Minuten riss plötzlich der Faden.

Aus einer 4:2-Führung wurde innerhalb weniger Minuten ein 4:8-Rückstand. Im Angriff fehlte zunehmend die Klarheit, technische Fehler und Fehlwürfe häuften sich und auch in der Defensive fand die Mannschaft nicht mehr zu ihrer gewohnten Stabilität.

Budenheim nutzte diese Phase konsequent aus und setzte sich Schritt für Schritt ab. Zwar konnten die Bären den Rückstand zwischenzeitlich wieder etwas verkürzen, doch zur Halbzeit lag die TSG mit 11:14 zurück.

Auch nach dem Seitenwechsel gelang es zunächst nicht, das Spiel entscheidend zu drehen. Budenheim kontrollierte die Partie und konnte den Vorsprung zunächst weiter behaupten.

Doch die Bären gaben sich nicht geschlagen.

Beim 16:17 war die TSG plötzlich wieder auf ein Tor dran. Die Chance, das Spiel in diesem Moment endgültig zu kippen, war da – doch wir konnten sie nicht nutzen. Stattdessen schlichen sich erneut Fehler ein und Budenheim konnte sich wieder etwas absetzen.

Auch beim 19:21 war die TSG wieder in Schlagdistanz. Doch gerade in diesen entscheidenden Phasen fehlte die nötige Ruhe und Konsequenz. Fehlpässe, technische Fehler und überhastete Entscheidungen verhinderten, dass die Bären den Anschluss endgültig herstellen konnten.

Unserem Spiel fehlte es an Tempo und Ideen. Das Angriffsspiel wurde zu statisch, der Druck auf die Budenheimer Abwehr war nicht konstant genug und die einfachen Lösungen blieben zu häufig aus.

Budenheim nutzte diese Schwächen konsequent aus und setzte sich wieder ab. Beim Stand von 19:25 in der 51. Minute war die Begegnung bereits entschieden.

Am Ende steht eine verdiente 26:29-Niederlage und damit ein Saisonstart, den wir uns so nicht erwünscht hatten.

Die Enttäuschung ist groß und das völlig zu Recht. Denn die Mannschaft konnte über weite Strecken nicht ansatzweise an die Leistungen aus der Vorbereitung anknüpfen.

Gerade die vielen Phasen, in denen wir wieder auf ein oder zwei Tore herankamen, zeigen, dass die Möglichkeit da war, dieses Spiel zu drehen. Doch genau in diesen Momenten fehlte uns die nötige Konsequenz.

Wir haben uns die Chancen erarbeitet, sie aber nicht genutzt.

Zu viele technische Fehler, Fehlpässe und fehlende Ideen im Angriff machten es uns zusätzlich schwer. Auch das Tempo aus der Abwehr heraus, das uns in der Vorbereitung immer wieder stark gemacht hatte, fand über weite Strecken nicht statt.

Gegen eine eingespielte Mannschaft wie Budenheim werden solche Phasen auf diesem Niveau sofort bestraft.

Gleichzeitig darf dieses erste Spiel nicht die gesamte Vorbereitung und die Entwicklung der vergangenen Wochen vergessen machen. Wir wissen, dass mehr in dieser Mannschaft steckt.

Mit zwölf Neuzugängen befindet sich das Team weiterhin in einem Entwicklungsprozess. Die Abstimmung und die Automatismen müssen weiter wachsen. Genau dafür ist eine Saison da.

Die Regionalliga verzeiht wenig. Wer oben mitspielen möchte, muss in jedem Spiel über 60 Minuten auf seinem Niveau spielen und darf sich solche Fehlerphasen nicht erlauben.

Jetzt zählt die Reaktion

Der Saisonstart ist misslungen. Das lässt sich nicht schönreden.

Aber: Es ist nur der erste Spieltag.