Die TSG Haßloch hat sich im vorletzten Heimspiel der Saison mit einem 29:29 (16:17) gegen die TSG Münster einen verdienten Punkt gesichert. Trotz zwischenzeitlich deutlichem Rückstand zeigte die Mannschaft von Trainer Christian Job große Moral und belohnte sich am Ende mit einem späten Ausgleich.
Die Partie begann alles andere als optimal für die „Bären“. Haßloch fand nur schwer ins Spiel und lag früh im Hintertreffen. Über weite Strecken der ersten Halbzeit liefen die Gastgeber einem Rückstand hinterher, der zur Pause beim Stand von 16:17 jedoch noch in einem überschaubaren Rahmen blieb.
Auch im zweiten Durchgang zunächst ein ähnliches Bild: Münster setzte sich mehrfach auf drei Tore ab und schien das Spiel unter Kontrolle zu haben. Doch die TSG gab sich – wie so oft zuletzt – nicht auf und kämpfte sich Schritt für Schritt zurück.
Angeführt von einem starken Yannick Treiber (8 Tore) gelang es Haßloch, den Rückstand in der Schlussphase zu verkürzen. Gleichzeitig steigerte sich Torhüter Florian Pfaffmann deutlich und hielt seine Mannschaft mit wichtigen Paraden im Spiel.
In den letzten Minuten entwickelte sich eine hochspannende Schlussphase: Nach mehreren Ballgewinnen und Treffern ins leere Tor war die TSG wieder dran. Münster hatte beim Stand von 29:28 die Chance zur Entscheidung, scheiterte jedoch vom Siebenmeterpunkt an Pfaffmann.
Die letzte Aktion gehörte dann den Gastgebern: Nach einem Foulspiel kurz vor Schluss gab es Siebenmeter für Haßloch. Yannick Treiber übernahm Verantwortung und verwandelte drei Sekunden vor dem Ende sicher zum umjubelten 29:29-Ausgleich.
„Wir haben heute nicht gut ins Spiel gefunden, aber die Moral gezeigt, die es braucht, um zurückzukommen“, fasste Tino Gläßgen die Partie treffend zusammen.
Für die personell weiterhin angeschlagene TSG ist es nach vier Niederlagen in Folge ein wichtiger Achtungserfolg – auch wenn der Abstieg bereits feststeht. Die Mannschaft zeigte einmal mehr, dass sie sich trotz der schwierigen Situation nicht aufgibt.
