Mit einem stark dezimierten Kader musste sich die TSG Haßloch beim Tabellenvierten Longericher SC Köln deutlich mit 23:40 (12:19) geschlagen geben. Unter den gegebenen Umständen war die Ausgangslage für die Mannschaft von Trainer Christian Job von Beginn an äußerst schwierig.
Die personelle Situation spitzte sich im Vorfeld der Partie nochmals deutlich zu. Neben den längerfristigen Ausfällen Jakob Chrust (Nasenbeinbruch) und Luis Maier (Knieprobleme) fehlten kurzfristig weitere Spieler: Niklas Glindemann (krank), Julius Herbert (krankheitsbedingt noch nicht einsatzfähig), Sebastian Wieland (Trainingsunfall), Nils Chrust (Abiball) sowie zusätzlich Yannick Treiber (Rückenprobleme) und Niklas Klein (Kniebeschwerden). Insgesamt musste die TSG somit auf acht Spieler verzichten.
Unter diesen Umständen rückte William Grimm aus der zweiten Mannschaft in den Kader. Die TSG bedankt sich ausdrücklich für seinen Einsatz und gratuliert ihm herzlich zu seinem Debüt in der 3. Liga.
Um überhaupt eine spielfähige Mannschaft stellen zu können, mussten zudem sportlicher Leiter Kevin Seelos sowie beide Torhüter phasenweise im Feld aushelfen – ein deutliches Zeichen für die aktuell angespannte personelle Lage.
Trotz dieser widrigen Voraussetzungen zeigte die Mannschaft eine ordentliche Einstellung und stemmte sich über weite Strecken gegen die drohende Niederlage. Gegen den qualitativ starken Gegner aus Köln wurde jedoch früh deutlich, wie schwer die Aufgabe werden würde. Die Gastgeber nutzten ihre Vorteile konsequent aus und setzten sich bis zur Halbzeit auf 19:12 ab.
Auch im zweiten Durchgang kämpften die „Bären“ weiter, mussten dem Kräfteverschleiß jedoch zunehmend Tribut zollen. Dennoch blieb die Mannschaft geschlossen und ließ sich trotz des deutlichen Rückstands nicht hängen. Besonders hervorzuheben war Kreisläufer Sebastian Bösing, der mit sieben Treffern erfolgreichster Torschütze war. Auch Noa Zeimet überzeugte im Rückraum mit sechs Toren.
Trainer Christian Job zeigte sich nach der Partie trotz der klaren Niederlage nicht unzufrieden mit der Einstellung seiner Mannschaft: Unter den gegebenen Umständen hätten die eingesetzten Spieler das Maximum herausgeholt und sowohl kämpferisch als auch diszipliniert überzeugt.
Mit dieser Niederlage rückt der Klassenerhalt für die TSG Haßloch weiter in die Ferne. In den kommenden Wochen wird es nun vor allem darum gehen, die verletzten und erkrankten Spieler zurückzuführen und die verbleibenden Spiele bestmöglich zu gestalten.
