Im letzten Spiel der TSG Damen in der Aufstiegsrunde zur 3. Liga mussten sie sich verdient gegen den starken HC Schmiden/Oeffingen mit 31:34 (13:15) verdient geschlagen geben. Damit haben sie verpasst, den Aufstieg aus eigener Hand zu sichern und müssen auf Schützenhilfe hoffen.
Alles war angerichtet: 500 Zuschauer – darunter auch einige lautstarke Fans der Hartwald Pumas – sorgten am 30. Mai für eine passende Kulisse im TSG Sportzentrum, als der HC Schmiden/Oeffingen (2:4 Punkte) bei der TSG Haßloch (7:3 Punkte) gastierte. Die Gäste aus dem schwäbischen Fellbach mussten gewinnen, um ihre Chance auf den Aufstieg zu wahren, während Haßloch sich diesen bei ihrem letzten Spiel hätte sichern können. Dementsprechend gingen beiden Mannschaften hoch motiviert in die Begegnung. Zudem freute man sich auf TSG-Seite, dass Ariane Hilbig für die verletzte Katharina Gerdon aushalf.
Die Gastgeberinnen starteten stark ins Spiel und führten nach knapp drei Minuten mit 3:0. Dann kam Schmiden/Oeffingen besser in die Partie, überstand eine frühe Zwei-Minuten-Strafe unbeschadet und kam in der 11. Minute erstmals zum Ausgleich (5:5). Vor allem Linda Leukert, die sich treffsicher vom Rückraum und Sieben-Meter-Strich zeigte und nach dem Spiel gemeinsam mit Lucie Krein zur Spielerin des Spiels ausgezeichnet wurde, bekamen die TSG Damen an diesem Tag nicht in den Griff. Bis zum 9:9 (17.) gestaltete sich die Begegnung ausgeglichen, ehe die Bärinnen mit ihrer Chancenverwertung haderten, sechs Minuten ohne eigenen Treffer verblieben und einen 0:4-Lauf kassierten (9:13, 23.). Bis zur Pause kamen sie aber nochmal bis auf zwei Tore heran (13:15).
Nach dem 15:18 (33.) zeigte die TSG ihre beste Phase: Die Abwehr stand stabil und im Angriff kann man endlich mehr ins Tempospiel, sodass sie sich mit dem 19:18 (39.) wieder die Führung erspielte und bis zum 21:20 (42.) behielt. Dabei erzielte Torfrau Medina Martinovic ihren ersten eigenen Treffer ihrer Karriere, als sie das aufgrund des 7. Feldspielers verwaiste Tor der Gäste traf. Dann drehten die Hartwald Pumas die Partie wieder und legten selbst immer wieder vor (22:24, 49.). In der Abwehr bekamen die TSG Damen nun keinen wirklichen Zugriff mehr, sodass die Gäste nahezu jeden eigenen Angriff erfolgreich gestalteten. Hier konnten sie sich vor allem auf ihre Top-Torschützin Larissa Bürkle verlassen, die in den letzten rund fünf Minuten vier ihrer insgesamt neun Treffer beisteuerte. So kam die TSG nicht mehr entscheidend heran und verlor aufgrund der vielen Fehlwürfe und 34 kassierten Tore verdient das Spiel an starke Gäste.
Nach der Partie war die Enttäuschung auf TSG-Seite natürlich groß, auch wenn der Traum vom Aufstieg noch nicht ganz geplatzt ist. Wenn Schmiden/Oeffingen aus ihren beiden restlichen Spiele in Göppingen (7. Juni) und zuhause gegen Forst United (14. Juni) maximal zwei Punkte mitnimmt, können sie noch von Schützenhilfe profitieren.
Zum Saisonende musste die Mannschaft sich von zwei Spielerinnen komplett und von zwei auf der Platte verabschieden. Torfrau Leonie Kripp wird verletzungsbedingt zukünftig nur noch als Physiotherapeutin und Unterstützung für Torwart-Trainer Bruno Spieß im Einsatz sein. Selina Renner hat berufsbedingt beim Handball kürzertreten müssen, wird aber als Trainings-Torhüterin erhalten bleiben. Rechtsaußen Gina Schmidt geht berufs- und studienbedingt ab sofort nicht mehr für die Bärinnen auf Torejagd. Zudem wechselt Kreisläuferin Lydia Bachtler, die von 2016 bis 2026 das Bären-Trikot trug und die Mannschaft mitaufgebaut hat, zur HG Oftersheim/Schwetzingen. Vielen Dank für Euren Einsatz! Für den Rest des Teams geht es nun die Sommerpause, ehe voraussichtlich Mitte Juli die Saisonvorbereitung startet.
Egal ob 3. Liga oder Regionalliga: Das Team kann stolz auf die eigene Leistung in der langen, vergangenen Runde sein! Auch hier nochmal ein großes Dankeschön an alle, die dazu beigetragen haben – ob auf oder neben dem Platz.
Es spielten für die TSG: Lucie Krein (8), Lourdes Joao (4), Angelina Schreyer (4/1), Maike Freitag (4/2), Tabea Frey (3), Maike Fetzner (3), Ina Bühl (3), Katharina Scheid (1), Imke Paul, Anne Wild, Ariane Hilbig, Lydia Bachtler sowie Medina Martinovic (1) und Louisa Brossart im Tor.
