Mit dem 20:27 (9:13)-Sieg beim Spitzenspiel der Regionalliga Südwest in Marpingen übernehmen die TSG Damen die Tabellenführung und machen einen riesigen Schritt in Richtung Meisterschaft. Eine bärenstarke Teamleistung – vom Feld über die Bank bis auf die Tribüne mit rund 70 Haßloch-Fans – sorgt für den Unterschied.

Es war alles angerichtet für das Topspiel Tabellenerster gegen -zweiter: Drei Spieltage vor Saisonende kam es zum Gipfeltreffen der beiden noch ungeschlagenen Mannschaften HSG DJK Marpingen-SC Alsweiler (35:1 Punkte) und TSG Haßloch (36:2, bei einem Spiel mehr). Rund 500 Zuschauer sorgten für eine ausverkaufte Halle und eine tolle, passende Kulisse. Darunter waren auch 70 lautstarke Gästefans, die mit zwei Bussen ins Saarland reisten. Die Stimmung in der Halle war von Beginn an angezündet, während der erste Treffer der Partie erst in der 5. Minute fiel: Marpingen ging zunächst in Führung, ehe Haßloch mit drei Treffern in Folge zum 1:3 nachlegte (12.). Die Anfangsminuten waren geprägt von zwei stabil stehenden Abwehrreihen – die HSG mit ihrer gewohnt offensiven und aggressiven 3:2:1-Abwehr sowie die TSG mit einer bärenstarken 6:0-Abwehr. Zudem erwischten beide Torhüterinnen einen guten Start. Die Saarländerinnen glichen innerhalb weniger Minuten zum 4:4 (16.) aus, ehe die Gäste die nächste Serie zum 4:8 (22.) hinlegten und Medina „Mecki“ Martinovic mittlerweile das Torhüterduell klar für sich entschied. Selbst bei einer Unterzahlsituation, die die TSG Damen unbeschadet überstanden bzw. sogar einen eigenen Treffer erzielen konnte, hielten sie den Vorsprung von vier Toren (6:10. 25.). Erst kurz vor der Halbzeit hatten die Marpingerinnen die Chance, auf zwei Tore zu verkürzen. Doch die TSG traf nach Ballgewinn in der Abwehr noch ins leere Tor der Gastgeberinnen, die mit dem 7. Feldspieler agierten. So wechselten die Teams beim Stand von 9:13 die Seiten.

Nach der Pause hielten die Haßlocherinnen zunächst ihren Vorsprung über 12:16 (39.) und 15:19 (44.). Erst eine 2-Minuten-Strafe sorgte dafür, dass Marpingen auf 17:19 verkürzen konnte (47.). Haßloch verlor nun etwas den Zugriff auf die Partie, was Marpingen ausnutzte und bis auf ein Tor herankam. Beim Stand von 19:20 rund 11 Minuten vor Schluss hatten sie gleich mehrmals die Chance auf den Ausgleich. Doch die bärenstarke Medina Martinovic hielt mehrere Großchancen der Gastgeberinnen – darunter auch einen Konter, ein Knackpunkt der Partie. Die TSG-Fans skandierten „Mecki, Mecki“-Rufe. Im Angriff legten die TSG Damen nun endlich wieder vor, blieben konzentriert und fanden zurück zu ihrem Spiel. Marpingen gelang dagegen fast nichts mehr, die Abwehr der Haßlocherinnen ließ nur noch einen einzigen Gegentreffer zu, während sie sich vorne vor allem über Lucie Krein und Katharina Scheid absetzten. Beim Stand von 20:27 pfiff das Schiedsrichtergespann Rose/Schott, das die Partie souverän leitete, die Partie ab und die TSG Damen feierten den Sieg gemeinsam mit ihren Fans.

Ein großes Dankeschön geht nach Marpingen für das faire Spitzenspiel, die Gastfreundschaft und die tolle Kulisse. Aber ein besonderer Dank gilt unseren eigenen Fans: Ihr habt die Mannschaft unfassbar lautstark unterstützt und habt damit einen wichtigen Teil zum Sieg beigetragen – vielen Dank an die besten Fans der Liga!

Die Haßlocherinnen rangieren mit dem Sieg nun an der Tabellenspitze. Nur noch zwei Spiele trennen sie von der Meisterschaft der Regionalliga Südwest und dem damit verbundenen Ticket für die Relegation zum Aufstieg in die 3. Liga. Und das Restprogramm findet sogar komplett zu Hause statt. Also, Haßloch-Fans: Macht am 21. März im Derby gegen die Südpfalz Tiger (18.30 Uhr, TSG Sportzentrum) und am 28. März gegen Budenheim (18.30 Uhr, Pfalzhalle) die Halle voll und unterstützt die Mannschaft von den Rängen um den Kampf um die Meisterschaft!

Es spielten für die TSG: Lucie Krein (6/4), Katharina Scheid (6), Maike Fetzner (4), Ina Bühl (3), Angelina Schreyer (3), Maike Freitag (2), Katharina Gerdon (2), Imke Paul (1), Lydia Bachtler, Tabea Picabo Frey, Lourdes Joao, Gina Schmidt, Anne Wild sowie Medina Martinovic und Louisa Brossart im Tor.