mE-Jugend: Revanche geglückt

In ihrem letzten Heimspiel der Saison 2017/18 gegen die TuS Heiligenstein wollten sich unsere E-Bären unbedingt für die schmerzliche Niederlage aus dem Hinspiel revanchieren, bei der sie in der Schlussviertelstunde mächtig unter die Räder gekommen waren.

Unsere Jungs kamen recht gut ins Spiel und führten mit 3:1 und 4:2 (9. Minute). Doch bereits zu diesem frühen Zeitpunkt konnte sich der Heiligensteiner Torhüter gleich mehrfach mit starken Paraden auszeichnen und bewahrte sein Team wiederholt vor einem höheren Rückstand. Der TuS wurde daraufhin stärker und glich zum 4:4 aus (11. Minute). Nach dem 6:6 bekamen unsere Buben wieder etwas Oberwasser und konnten sich auf 10:7 absetzen (18. Minute). Die Schlussphase in Halbzeit 1 gehörte dann allerdings wieder den Gästen, die bis zum Pausenpfiff auf 10:9 verkürzen konnte.

In der Kabinenansprache war die Marschroute klar: In den zweiten 20 Minuten galt es vor allem, das gefährliche Gegenstoßspiel der Gäste mit schnellem Rückzugsverhalten zu unterbinden.

Nach der Pause markierte Svend Hartmann das 11:9 und Eric Ballein, den die Gäste bis dahin nicht auf dem Schirm hatten, bewahrte zweimal nach Anschlusstreffern der TuS die Haßlocher 2-Tore-Führung, die Noah Schäch auf 14:11 ausbaute (26. Minute). Nach dem 15:12 durch Karl Sommer hatten die Blau-Weißen wiederholt beste Chancen, sich weiter abzusetzen, aber in der Vorwärtsbewegung wurden zahlreiche Bälle allzu leicht wieder hergeschenkt. Außerdem stand unseren Jungbären bis zu diesem Zeitpunkt beim Abschluss nicht nur der weiterhin starke Gästekeeper, sondern auch gleich viermal das Torgebälk im Weg. So blieb das Spiel auf Messers Schneide und die Gäste ließen sich nicht abschütteln. Beim Stand von 17:15 für die TSG nahm Heiligenstein sein Team-Timeout (31. Minute), um sich nochmals neu zu sortieren. Dies war der Startschuss für eine hoch dramatische Schlussphase, bei der auch der Heiligensteiner Anhang alles in Waagschale warf, um seine Mannschaft anzutreiben. Kaum eine Schiedsrichterentscheidung des umsichtig pfeifenden und auf Fairness bedachten Peter Henkes blieb seitens der Gäste-„Fans“ unkommentiert. Dies verlieh dem ohnehin umkämpften Spiel eine zusätzliche Hektik, mit der die Gästespieler besser zurechtkamen. Beim 18:18 (36:06 min.) konnte die Gäste erstmals seit dem 6:6 wieder ausgleichen und exakt vierzig Sekunden später erzielte der TuS sogar seine allererste Führung zum 18:19. Der Haßlocher Anhang fühlte sich zu diesem Zeitpunkt leidvoll an den Krimi gegen Offenbach zurückerinnert, bei dem unsere Jungs auf der Zielgeraden abgefangen wurden und am Ende den Kürzeren zogen.

Doch diesmal sollte es der Handballgott besser mit unseren Jungs meinen. Nur 11 Sekunden nach der Gästeführung traf Karl zum 19:19 (36:57 min.) und den Blau-Weißen auf der Platte war deutlich anzumerken, dass sie das Spiel mit aller Macht zu ihren Gunsten biegen wollten. In der Abwehr wurde nun um jeden Zentimeter gefightet und René Hoffmann im Tor war plötzlich mit zwei Glanzparaden zur Stelle. Im Angriff war es erneut Karl, der eine Lücke in der gut gestaffelten Gästedeckung fand und zur Haßlocher 20:19-Führung traf (38:09 min.). Die letzten 111 Sekunden der Partie waren an Intensität kaum zu überbieten. Die Angreifer der TuS versuchten nun mit der Brechstand die TSG-Abwehr zu knacken, während unsere Buben mit all ihrer Energie dagegenhielten. Als René 10 Sekunden vor dem Ende den letzten Ball, der auf sein Tor kam, entschärfte, konnten unsere Buben die Uhr herunterticken lassen. Nach der Schlusssirene konnten sich unsere Jungbären über einen umkämpften, knappen Heimsieg freuen, den sie sich auch dadurch redlich verdient hatten, dass sie – ganz im Gegensatz zum Hinspiel – keinen einzigen Gegenstoßtreffer der Gäste zugelassen hatten. Marschroute umgesetzt – Revanche geglückt!