mE-Jugend: In Heiligenstein nur Luft für 25 Minuten

Nach der starken Vorstellung gegen den TV Offenbach, die am Ende unbelohnt blieb, fuhren die TSG-Buben mit großer Zuversicht nach Heiligenstein, um in der Verbandsliga endlich ihren ersten Sieg einzufahren. Doch nach dem Schlusspfiff war die Ernüchterung groß und die Blau-Weißen mussten die Heimreise mit leeren Händen treten.

Dabei sah es zur Halbzeit gar nicht so schlecht für die TSG-Bären aus. Trotz zahlreicher Unkonzentriertheiten in Angriff und Abwehr konnten unsere Jungs das Spiel offen gestalten und eine 12:14-Halbzeitführung herauswerfen. Und das, obwohl der TuS Heiligenstein maximal ergebnisorientiert agierte,und seine (potenziellen) Auswechselspieler nicht von Beginn auf dem Spielberichtsbogen vermerken ließ. So konnten die Gastgeber permanent ihre besten Spieler einsetzen und mussten ihre Torschützen nicht – den Regeln entsprechend – nach Torerfolgen gegen Spieler von der Bank tauschen.

In der Halbzeitansprache war die Marschroute klar: es galt, das Gegenstoßspiel der TuS konsequent mit schnellem Rückzugsverhalten zu unterbinden und so die Gastgeber nicht zu einfachen Toren kommen zu lassen. Doch bereits in der Kabine war den Jungs eine gewisse Mattheit anzumerken und eben nicht die positive Energie, die einem eine Pausenführung normalerweise schenkt.

Und so kam es, wie es kommen musste. Nach einem guten Start in die zweite Halbzeit mit einer Vier-Tore-Führung (14:18, 24. Spielminute) war der Akku unserer Jungs schlagartig leer. In der 27. Spielminute hieß es bereits 18:18 und unsere TSG-Bären konnten nur noch bis zum 20:20 mithalten (31. Spielminute). Danach waren unsere Jungs stehend k. o. und der TuS konnte sich mit gnadenlosem Konterspiel und ohne große Gegenwehr mühelos über 26:20 (39. Spielminute) zum 27:22 Endstand absetzen. Nach dem Spiel herrschte einige Ratlosigkeit im mitgereisten Haßlocher Anhang angesichts des unerklärlichen Leistungseinbruchs in der zweiten Hälfte (in den letzten 16 Spielminuten hieß es 13:4 für den TuS). Nun heißt es, im nächsten Spiel gegen den noch sieglosen TuS Dansenberg eine Trotzreaktion zu zeigen und mit den gewohnten Tugenden unserer mE-Bären einen Sieg, auch fürs Selbstvertrauen, einzufahren.