8.9.2018 Erneut knappe Niederlage gegen die Junglöwen – Anfangsphase verschlafen

Wieder einmal konnten wir gegen die junge Mannschaft der Rhein-Neckar-Löwen II nichts ernten und mussten uns am Ende mit 23:25 (11:12) geschlagen geben. Das Spiel war ein Abgleich von letzter Saison, wieder den Anfang verschlafen, zu viele technische und individuelle Fehler in der entscheidenden Phase und auch kein Glück, so der Kommentar vom sichtlich enttäuschten sportlicher Leiter Thomas Müller direkt nach der Partie.

Die Gäste hatten den besseren Start und waren schnell im Spiel. Speziell durch die extrem weit vorgezogene 5:1 Deckungsvariante störten sie unser Aufbauspiel empfindlich und ließen dadurch kein gutes Kollektiv zu ; und im Angriff stellten sie durch gute Kreuzbewegungen und einem starken 1:1 Spiel unsere Deckung teilweise vor große Probleme. Über 1:4, 3:7 und 4:8 zogen die Gäste in der 17. Minute zunächst davon.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir kein Zugriff zum Spiel und waren zu träge und unflexibel in nahezu allen Mannschaftsteilen. Dadurch kam auch keine Rechte Stimmung in der gut besuchten Halle auf. Durch zwei Tore von Borodovskis und Seelos kamen wir auf 6:8 heran und nach der ersten Auszeit vom Trainergespann Abt/Bechtold legten die Gäste wieder auf drei Tore vor.  Nun ging es  auf und ab und in der 28. Spielminute stand es noch 9:12 für die Junglöwen. Kern konnte auf 10:12 verkürzen und in der Abwehr hatten wir uns den Ball erkämpft. Allerdings folgte ein Fehlpass und eine Zeitstrafe von Dennis Götz und wir mussten den Rest der ersten Halbzeit in Unterzahl spielen. Nun hatten auch die Gäste erstmals Nerven gezeigt und konnten die Überzahl nicht nutzen. Mit dem Pausenpfiff gelang Borodovskis noch der Anschlusstreffer zum 11:12.

Nach dem Seitenwechsel ging es nun munter hin und her und keine Mannschaft konnte sich noch entscheidend absetzen. In der 37. Minute erzielte Oliver Zeller den 15:15 Ausgleich und durch einen verwandelten Strafwurf durch Kevin Seelos gingen wir erstmals mit 16:15 in Führung. Drei Minuten später traf Tim Freitag durch einen sehenswerten Spielzug zum 18:16. Die darauffolgende Auszeit der Gäste zeigte zunächst noch keine Wirkung, denn Tim Freitag traf  nach 44 Minuten erneut zum Zwei-Tore-Vorsprung von 19:17. Aber individuelle Fehler und Fehlwürfe in unserem Angriffsspiel ermöglichten den Löwen in der 47. Spielminute den Ausgleich zum 19:19.

Im Angriff scheiterte Kevin Seelos an Daniel Unser per Strafwurf und im Gegenzug war es Sebastian Trost der die erneute Gästeführung von 19:20 herstellte.

Dominik Hartstern erzielte das 21:21 und anschließend bekam Lars Hannes eine überzogene Zeitstrafe. Dies nutzen die Badener zum vermutlich entscheidenden 21:23 exakt fünf Minuten vor dem Ende der Partie. Nun kamen wir nur noch zweimal auf ein Tor heran und konnten nicht mehr ausgleichen. Am Ende feierten die Gäste (wieder einmal) einen glücklichen, aber nicht unverdienten Sieg gegen eine kämpferische Heimmannschaft, welche aber zu viele Fehlwürfe und technischen Fehler produzierte um einen Sieg zu landen.

„Es will uns gegen die Löwen einfach nicht gelingen, wenn wir einmal vorne sind schaffen wir es nicht nachzulegen. Wir hätten beim 19:17 auf drei Tore wegziehen müssen und scheitern wieder an uns selbst. Das war Unvermögen und sonst gar nichts“, meinte Kevin Seelos völlig genervt nach dem Spiel.

„Wenn da manche denken es wird schon irgendwie so wie letzte Saison funktionieren, dann sind die auf dem Holzweg, denn wir haben ein straffes Programm vor uns und sind spielerisch weit von der Leistung letzter Saison entfernt“, meinte Torwart Daniel Schlingmann.

In der Tat klemmt es im Aufbauspiel und im schnellen Umschaltspiel von Abwehr in Angriff und manche etablierte Stammspieler sind noch weit weg von ihrem Leistungspotential.

Wir werden wohl noch viele enge Spiele erleben, aber was Hoffnung macht ist die Tatsache dass wir noch Luft nach oben haben. Allerdings sollten wir nicht allzu lange warten bis wir wieder an unsere guten Leistungen anknüpfen, sonst wird diese Luft immer dünner. Ich bin mir jedoch sicher, dass bei einigen Spielern der Knoten noch platzt, denn wir wissen ja auch zu welchen Leistungen diese im Stande sind, so Müller nach etwas Abstand zum Spiel. Denn mit einem „Zweimannspiel“ im Rückraum können wir nur schwer gewinnen, fügte er hinzu.

 

TSG
Schlingmann, Pfaffmann, Borodovskis 2, Leibnitz, Hannes, Kern 4, Schmieder 1, Freitag 2, Seelos 7/3, Gregori 3, Job 1, Hartstern 1, Zeller 1, Götz 1/1

Löwen
Adanir, Unser, Trost 3, Roth, Schneibel 6, Braun 5, Neagu, Bolius 3, Wichmann, Schmied, Meyer, Meddeb 2, Ganz 6/3, Kessler

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