6.10.2018 erneute knappe Niederlage in der Schlussphase gegen Willstätt

Mit einer knappen und unglücklichen 23:25 (12:14) Niederlage beim Aufsteiger TV Willstätt mussten wir am Samstag die Heimreise antreten. Die Enttäuschung war jedem Spieler und Fan spürbar anzusehen, denn es war mehr drin. Alles was uns letzte Saison noch gelang, ist dieses Jahr irgendwie genau umgekehrt. Knappe Spiele verlieren wir in der Schlussphase nachdem wir eine Führung aus der Hand geben, so Thomas Müller unser sportlicher Leiter nach der Partie.

Die Gäste begannen mit einer 6:0 Deckung, mit der wir eigentlich gut zurecht kamen. Nach anfänglichem offenen Schlagabtausch, konnten wir nach 10 Minuten erstmals drei Tore vorlegen. Über 5:8 ging es in der 19. Minute zum 7:9 und unser Team dominierte zu diesem Zeitpunkt das Spielgeschehen. Dabei hatte der gut aufgelegte Elvijs Borodovskis bereit in der 12. Minute die zweite Zeitstrafe erhalten, was zwangsläufig eine Umstellung in der Deckung forderte. Die zweite Zeitstrafe war sicherlich etwas überzogen, nachdem er schon die erste Zeitstrafe ohne Verwarnung wegen Schuppsen erhalten hatte. Insgesamt war das Zeitstrafenverhältnis 7:3 gegen uns, obgleich es eine faire Partie war. Ein gleiches Faul bei dem Borodovskis nach vier Minuten ohne vorherige Verwarnung eine Zeitstrafe bekam, gab nach 37 gespielten Minuten nur eine gelbe Karte für die Hausherren. Oder kurz vor Schluss als Florian Pfaffmann im Tor einen Kopfwurf erlitten hatte, kam keine Unterbrechung und mit dem Nachwurf geht Willstätt ein Tor in Führung. Das waren natürlich unglückliche Momente für uns, aber damit muss man auch leben und umgehen, denn wir hatten ausreichende Chancen, so Müller.

Nach dem 7:9 stellten die Hausherren auf eine 5:1 Deckung um, was unser Team  verunsicherte und das Spiel bis zur Halbzeit zum 12:14 drehte. Zudem wurden in den letzten 10 Minuten der ersten Halbzeit fünf gute Tormöglichkeiten unsererseits nicht genutzt.

Nach dem Wiederanpfiff war unsere Truppe hellwach und schaffte binnen weniger Minuten durch einen 3:0 Lauf die erneute Wende zum 15:14.  Nun ging es auf und ab und nach 53 Minuten stand es noch 23:23. Über fünf Minuten gelang nun keiner Mannschaft mehr ein Treffer, wobei wir wieder gute Möglichkeiten liegen gelassen hatten. Durch ein Tor von Marco Schlampp erzielten die Hausherren 90 Sekunden vor dem Spielende das 24:23 und Alex Leibnitz erhielt noch eine Zeitstrafe. Leider gelang uns im Gegenzug kein Treffer und fast mit dem Schlusspfiff erzielte Willstätt noch das 25:23.

Wieder fehlt uns das Glück, oder die nötige Abgeklärtheit zumindest einen Punkt mitzunehmen und wir haben zu viele Chancen einfach nicht verwertet. Das gibt wieder eine schlaflose Nacht und ich selbst hatte heute auch gute Möglichkeiten nicht verwertet und bin daher mit meiner Leistung unzufrieden. Irgendwann muss das Glück in den entscheidenden Phasen wieder zu uns zurück kommen, denn wir haben jetzt genügend Spiele knapp verloren, meinte Kapitän Kevin Seelos auf der Heimreise.

Jetzt müsste schon ein Heimsieg her um den Anschluss ins Mittelfeld nicht zu verlieren. Auch wenn der Druck wächst, sollten jedoch alle die Nerven und Ruhe bewahren, denn die Mannschaft hatte ihre Chancen erspielt und auch kämpferisch war sie da. Stück um Stück wird sich dann auch der Erfolg wieder einstellen.

 

Hassloch
Schlingmann, Pfaffmann, Borodovskis 4, Leibnitz, Hannes 1, Kern 2, Schmieder 2, Freitag, Seelos 1, Gregori 3, Job 2, Hartstern 4, Zeller, Röller, Götz 4/2

Willstätt
Zölle, Grzybowski, Skusa 1, Ludwig 3, Dodig 7, Markovic, Matzinger, Durand, Veith Lukas 1, Schlampp 3, Schliedermann 5/3, Knezovic 4/4, Jankowski, Veith Ben 1

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