21.4.2918 Mit einem Punkt aus Pfullingen nicht unzufrieden nach Hause gefahren

Hätte man uns vor dem Spiel einen Punkt prophezeit wären wir mit der dezimierten Truppe sehr zufrieden gewesen, aber dem Spielverlauf zur Folge hätten wir zwei Punkte mitnehmen müssen, so Interimscoach Thomas Müller direkt nach der Partie.

Ohne Seelos, Hartstern, Schmieder, Muhovec und Job angetreten, blieben exakt drei Rückraumspieler mit Götz, Zeller und Borodovskis übrig. Im Nachhinein hätte ich mit Tim Freitag auf links für mehr Entlastung sorgen können, oder gar müssen um dadurch mit vier Rückraumspielern (inclusive Flo Kern) agieren zu können, haderte Müller mit sich selbst, denn er hatte mit den genannten drei Rückraumspieler durchgespielt.

Von Beginn an waren wir die klar spielbestimmende und dominante Mannschaft. Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff waren die Hausherren klar unterlegen und es gab für die 500 Zuschauer wenig Sehenswertes ihrer Heimmannschaft zu verzeichnen. Konzentrierte Abwehraktionen, mit einem guten Daniel Schlingmann als Rückhalt und ein sehr diszipliniertes Aufbauspiel waren die Eigenschaften der Hasslocher Mannschaft in der ersten Halbzeit. Über 4:0 nach gut fünf Minuten bauten unsere Jungs das Ergebnis zum 5:10 nach 20 Minuten aus. VFL Trainer Till Fernow reagierte auf das Spiel seiner Mannschaft mit Umstellungen, Auswechslungen und einer Auszeit beim 5:9, eine Wirkung blieb bis zum Pausenpfiff allerdings aus. Beim Spielstand von 10:16 aus Sicht der Hausherren wurden die Seiten gewechselt.

Wir haben in der Pause klar und deutlich besprochen wie wir die nächsten 10 wichtigen Minuten im zweiten Durchgang angehen. Lange Angriffe, keine überhasteten Würfe und keine riskanten Abspiele waren die Zielvorgabe, um in Spielminute 40 noch ein Polster für die Schlussphase zu haben. Irgendwie haben unsere Spieler dies wohl anders verstanden, denn die ersten neun Minuten in Durchgang zwei gingen klar an Pfullingen. Beim Spielstand von 17:18 in der 39. Spielminute nahm Müller eine Auszeit und danach schien die Sache wieder in die Reihe zu kommen, denn vier Minuten später erzielte Dennis Gregori das 18:22. Nun entwickelte sich ein Hin und Her, ohne besondere Wirkung auf den Ergebnis, sodass es nach knapp 47 Minuten noch 20:24 stand.

Jetzt nahm auch Pfullingen eine Auszeit, die jedoch auch nicht die Wende brachte. Unsere Mannschaft blieb unbeeindruckt und führte neun Minuten vor dem Ende durch zwei Tore von Flo Kern mit 22:26. Eine Zeitstrafe gegen Dennis Götz nutzten die Hausherren durch zwei Tore hintereinander zum Anschluss von 24:26.

Jetzt sah man auf unserer Seite die Kräfte schwinden und das hohe Tempo des Spiels und die fehlenden Alternativen machten sich bemerkbar. Micha Thiemann erzielte das 25:26 und nun stand auch die Halle mit den 10 lautstarken Trommlern Kopf. Aber Dennis Götz legte zum 25:27 nach. Leider hatten wir in dieser Phase drei gute Tormöglichkeiten nicht genutzt, sonst wäre die Sache mit einem Sieg gelaufen, meinte Flo Kern in der Mannschaftskabine. Nach dem 27:27 Ausgleich durch Maximilian Hertwig habe ich nochmals eine letzte Auszeit genommen. Es war klar dass wir in den restlichen zwei Minuten auf dem Zahnfleisch gehen werden. Durch eine schönen Spielzug traf Dennis Götz allerdings nochmals zum 27:28 Führungstreffer. Die Uhr zeigte noch 23 Sekunden Restspielzeit und Till Fernow nahm die letzte Auszeit der Partie und exakt zwei Sekunden vor dem Abpfiff trifft auf der rechten Rückraumposition Robin Keupp mit einem abgefälschten Aufsetzer zum 28:28 Endstand. Die Hausherren feierten das Unentschieden wie ein Sieg und nach einer Minute der Enttäuschung waren auch wir wieder zufrieden gestellt, denn was unsere Jungs heute mit dieser dezimierten Truppe geleistet haben, war eine ganz tolle Sache, lobten Tobias Job und Thomas Müller die Mannschaft. Auf der Heimfahrt wurde gemeinsam mit den 11 mitgereisten Fans neben dem guten Essen auch noch das eine und andere Bier genossen.

TSG
Schlingmann, Röpcke, Borodovskis 5, Kern 6, Zech, Keiser 1, Freitag, Zellmer, Gregori 4, Zeller 5, Götz 7/2

VFL
Becker, Schlipphak, Schleidermann, Wittlinger, Meyer, Breckel 8, Keupp 5, Thiemann 7/4, Prinz, Jabot 3, Müller, Hertwig 2, Hiller 2, List 1

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