Heute ist sehr viel gegen uns gelaufen und von daher geht die Niederlage auch völlig in Ordnung, auch wenn sie am Ende vielleicht etwas zu hoch ausgefallen ist, so das Fazit von Thomas Müller unserem sportlichen Leiter.
Nach zuletzt 9:1 geholten Punkten, gab es eine 25:34 (15:15) Heimniederlage, welche eigentlich in Folge der vielen Ausfälle irgendwann auch kommen musste. In den letzten fünf Begegnungen bekamen wir im Schnitt knapp 26 Gegentreffer, heute waren es 34 und exakt das war unsere Problemzone. Dies hat natürlich auch Gründe, denn es fehlten Kevin Seelos, Theo Surblys, Lino Messerschmidt von Beginn an, Julius Herbert fiel ab der 30. Minute aus und Jan Triebskorn wurde Mitte der zweiten Halbzeit
disqualifiziert. Somit fehlten dann alle Halb- und Innenblock-Deckungsspieler, sowie alle Halbspieler im Angriff.
So aufopferungsvoll auch unsere „übrig gebliebenen“ Jungs kämpften und rackerten, muss man festhalten dass der Aderlass heute zu groß war. Daher machen wir der Mannschaft auch keinerlei Vorwürfe, denn was die Truppe vom Trainerteam Reckenthäler/Rogawski bisher in dieser Saison geleistet hat überwiegt diese Niederlage deutlich.

Von Beginn an entwickelte sich vor einer guten Kulisse das erwartete kampfbetonte und spannende Match, bei dem keine Mannschaft mit mehr als zwei Toren in Front ging. Beim 8:8 nahm Andi Reckenthäler die erste Auszeit und es sah zunächst so aus als ob sich Hassloch etwas absetzten könnte. Aber nach dem 11:9 kamen die Gäste schnell wieder zum 11:11 Ausgleich. Danach legten die Blauweißen erneut vor und beim Spielstand von 13:11 nahm nun auch Gästetrainer Gabriel Schmiedt seine erste Auszeit. Nach dem 14:12 glichen seine Schützlinge auch schnell wieder zum 14:14 aus. So blieb es bis zur Halbzeitpause beim 15:15 Unentschieden.
Eigentlich hatten wir im ersten Durchgang gefühlt mehr vom Spiel, konnten uns aber nicht absetzten, um mit drei oder vier Toren Vorsprung in die Pause zu gehen, meinte der verletzte Kapitän Kevin Seelos.
Im zweiten Durchgang lief es bis zur 42. Minute genau so weiter. Kein Team setzte sich bis zum Stand von 22:22 wirklich ab. Zu diesem Zeitpunkt merkte man den Hausherren allerdings schon den Kräfteverschleiss an und die benachbarten Gegner kamen innerhalb drei Minuten zu einem 4:0-Lauf und gingen mit 22:26 in Front. Wie bereits erwähnt, fiel nach 25 Minuten auch Julius Herbert aus und spätestens nach der Disqualifikation von Jan Triebskorn waren dann die letzten Möglichkeiten und Alternativen in der Deckung ausgeschöpft. Die Spieler des HLZ dominierten in den letzten 13 Minuten die Begegnung klar und gewannen verdient das Spiel.

Natürlich ist die Enttäuschung vor heimischem Publikum ein Derby zu verlieren groß, aber wir hatten einfach zu viele wichtige Ausfälle um über 60 Minuten ein Drittligaspiel zu gewinnen und dies stellte sowohl Trainer Andi Reckenthäler als auch der sportliche Leiter Thomas Müller in der anschließenden kurzen Mannschaftsbesprechung in der Kabine auch klar heraus.
Und eine neue, positive Erkenntnis konnte man im Hasslocher Lager dennoch ziehen. Denni Djozic zeigte auf der für ihn unüblichen Mittelposition ein richtig gutes Spiel. Damit ist neben Florian Kern, Lars Hannes und Dennis Gregori ein weiterer Außen- bzw Kreisspieler in den Rückraum gerückt.

Jetzt heißt es die Niederlage schnell abzuwischen und zu hoffen dass sich in den nächsten Tagen der eine oder andere Spieler wieder zurück meldet, denn am kommenden Samstag steht das nächste Derby in Dansenberg auf dem Spielplan.

TSG
Bitz, Manglod, Modzinski, Djozic 9/1, Julius Herbert, Konstantin Herbert 1, Hartmann, Götz, Gregori, Triebskorn 4, Zech 3, Kern 3, Hannes 5, Müller