Marvin Gerdon wechselt nächste Saison von Hochdorf nach Haßloch

Das war ein hartes Stück Arbeit mit dem glücklichen Ausgang für uns.
Wir reiten derzeit auf einer unglaublichen Welle, die gerne noch anhalten darf, meinte der sportliche Leiter Thomas Müller nach der nervenaufreibenden Partie.
Aufgrund der personellen Situation beider Mannschaften war kein Handball-Leckerbissen zu erwarten, dennoch kamen die Zuschauer auf ihre Kosten. Kampf, Leidenschaft und Spannung in der Schlussphase bestimmten das Spiel mehr als technische Raffinesse und Spielwitz. Besonders wichtig bei den vielen Ausfällen auf der linken Seite war die Rückkehr von Theo Surblys nach seiner Knieverletzung und monatelanger Ausfallzeit.

Zum Spiel:
Die Hausherren, ohne Kern, Messerschmidt, Zech und Seelos angetreten, starteten sehr fokussiert und zielstrebig aus einer sicheren Defensive  heraus mit geradlinigem und schnörkellosem Angriffsspiel. Das Resultat war eine schnelle 4:0 Führung. Bis zum 7:4 nach einer Viertelstunde lief alles nach Plan. Danach riss plötzlich und unerklärlich der Faden und durch unsere Fehler brachten wir den Gegner ins Spiel und uns selbst aus dem Rhythmus, meinte Trainer Andi Reckenthäler und war sichtlich unzufrieden mit dem Spielverlauf nach dem guten Start.
Binnen fünf Minuten gingen die Mittelhessen vom 7:4 Rückstand mit 7:10 in Front. Spätestens jetzt waren Wille um Leidenschaft in den Vordergrund gerückt und genau damit kämpfte sich unser Team wieder zurück ins Match. Fünf Minuten vor der Halbzeit traf Konstantin Herbert zum 11:11 Ausgleich. Aber die Gäste konnten wieder über 11:13, 12:14 und 13:15 vorlegen, ehe erneut Konstantin Herbert zum 14:15 Pausenstand traf.
Nach dem Wiederanpfiff lag das Momentum zunächst bei Dutenhofen.
Zu Schnelle und überhastete Würfe unserer Mannschaft ermöglichten den Gästen zu viele einfache Konterchancen, welche speziell vom überragenden Gästespieler Tim Rüdiger genutzt wurden. Bereits in der 36. Minute beim 15:18 griff unser Trainerteam nach der grünen Karte. Haßloch kam nach der Auszeit wieder Stück für Stück zurück ins Spiel. Zweimal Ausgleich, durch Konstantin Herbert (19:19) und Julius Herbert (20:20) brachten die Wende. Lars Hannes legte mit zwei sehenswerten Aktionen nach und brachte sein Team mit 22:20 in Führung. Beim 23:21 durch Denni Djozic und 24:21 durch einen Treffer von Dennis Gregori in der 50. Minute schien es jetzt doch auf einen sicheren Heimsieg zuzulaufen. Aber die Gäste gaben sich noch lange nicht geschlagen und kamen immer wieder zum Anschlusstreffer und 30 Sekunden vor dem Abpfiff sogar zum 27:27 Gleichstand.
Natürlich nahm Andi Reckenthäler jetzt noch die dritte Auszeit. Kein schneller Abschluss um einen Konter zu vermeiden war oberstes Ziel aber auch eine Kombination zu besprechen welche den Sieg noch ermöglicht.
Und wenn man es objektiv betrachtet wäre eine Punkteteilung wohl auch gerecht gewesenen und damit hätten beide Mannschaften auch gut leben können. Aber wie bereits eingangs erwähnt reiten wir derzeit auf einer Erfolgswelle. Mit dem Schlusspfiff gab es noch einmal Strafwurf für uns nachdem zunächst der „letzte Ball“ verworfen wurde und Denni Djozic den Abpraller auf der linken Aussenposition bekam. Blitzschnell sprang er ein, traf jedoch nicht, aber die Schiedsrichter sahen den Abwehrspieler im 6-Meter-Raum und zeigten auf den Siebenmeterpunkt.
Denni Djozic trat selbst an und verwandelte eiskalt zum 28:27 Siegtreffer.
> > > Die Halle stand Kopf und bejubelte ihre Mannschaft. Mit diesem Erfolgserlebnis wurde die anschließende Weihnachtsfeier versüßt.

TSG-Aufgebot
Bitz, Mangold, Modzinski, Djozic 6/4, Julius Herbert 2, Konstantin Herbert 4, Hannes 6, Surblys 4, Gregori 2, Müller, Triebskorn 4

Neuzugang
Derweil vermeldete Thomas Müller einen ersten Neuzugang für die kommende Saison.
Vom Ligakontrahenten HLZ Friesenheim-Hochdorf kommt Marvin Gerdon zu den Hasslocher Bären. Der 25. jährige Linkshänder steht ja schon länger auf meiner Wunschliste. Nachdem er allerdings noch seinen Vertrag erfüllen musste, kam eine Zusammenarbeit bisher nicht zustande.
Marvins Vertrag beim HLZ läuft nach der Saison aus, sodass er jetzt zu uns wechseln kann. Er wird uns auf der rechten Seite weiterhelfen. Damit haben wir auch die Möglichkeit mit drei Linkshänder zu spielen, wenn Jan Triebskorn auf der Mittelposition zum Einsatz kommt.
Aktuell laufen auch Woche für Woche die Gespräche mit unseren Spielern. Bis Mitte, spätestens Ende Januar werde ich da durch sein. Mit den meisten Jungs habe ich schon gesprochen bzw einige haben noch Verträge.