Mit 22:24 (7:13) gewann unser Drittligateam verdient das Derby in Mundenheim. Eigentlich wurde es nur einmal richtig eng, beim 15:16, aber dann stellten die überlegenen Hasslocher schnell wieder auf 15:20 und rückten damit die Verhältnisse erneut zurecht.
Bis auf diese kurze Schwächephase der Blauweißen war es eigentlich eine einseitige Angelegenheit im Schulzentrum Mundenheim.
Wir gewannen mit dem überragenden Marco Bitz das Torhüterduell klar, waren deutlich mehr präsent auf dem Feld, hatten die besseren Lösungen parat und hatten die bessere Fankulisse, so das Fazit unseres sportlichen Leiters Thomas Müller.
Angetreten ohne Kevin Seelos, Dennis Götz, Theo Surblys und mit einem sehr angeschlagenen Jan Triebskorn mussten die Gäste wieder mit Außen- und Kreisspielern im Rückraum agieren und improvisieren. Denni Djozic kam nach über 10 Monaten Verletzungspause wieder auf die Platte und löste seine Aufgabe bravourös. Mit 4 Treffern, einem sehenswerten Anspiel an den Kreis und einer entsprechenden Körpersprache brachte er sich wieder auf links außen ein, da Florian Kern auch häufig in den Rückraum musste.

Von Beginn an machte Hassloch klar wer hier das Sagen hat und so stand es nach 15 Minuten bereits 1:7.
Marco Bitz hatte die Rückraumschützen der Hausherren fest im Griff und entschärfte in der Anfangsphase auch zwei Strafwürfe von Treiber und Schneider. Mit insgesamt 18 Paraden war er der überragende Akteur des Abends.
Nach dem 1:7 kamen die Hausherren zunächst auf 4:7 heran, aber durch Tore von Lino Messerschmidt, Lars Hannes und Florian Kern stand es vier Minuten vor dem Pausenpfiff 5:11. Wenig später beim 7:13 gingen beide Mannschaften mit unterschiedlichen Gesichtsausdrücken in die Kabine.

Nun war klar dass die Gastgeber sich etwas einfallen lassen müssen um ein drohendes Debakel zu verhindern. Und auf Seiten der Gäste war klar, dass sich Mundenheim zu Hause auch bei hohem Rückstand nicht aufgeben wird.

Nach dem Wiederanpfiff allerdings waren die Blauweißen sehr fokussiert und erzielten das 7:14.
Beim Spielstand von 10:15 in Spielminute 35 für das Team vom Trainerduo Andi Reckenthäler/ Phillip Rogawski lief noch alles nach Plan.
Doch jetzt kam die bereits erwähnte Schwächephase von genau fünf Minuten in denen Mundenheim auf 15:16 verkürzte. Dabei waren es jedoch mehr die eigenen Fehler der Hasslocher und nicht die Stärken des Gegners, durch welche ein kurzes Hoffen der Hausherren aufkam. Mit dem darauffolgenden eingangs beschriebenen 4:0 Lauf der Hasslocher Mannschaft war der passable Vorsprung allerdings auch schnell wieder hergestellt.
Bis gut fünf Minuten vor dem Abpfiff blieb es bei der Führung von drei und vier Toren. Beim 17:21, dem sechsten Tor des treffsicheren guten Max Zech nahm Mundenheim eine Auszeit und versuchte durch eine offenere Deckung noch einmal heranzukommen. Andi Reckenthäler nahm wenig später ebenfalls eine (letzte) Auszeit um auf diese Situation zu reagieren. Mundenheim verkürzte tatsächlich noch einmal auf 20:22.
Hassloch lieferte wenige Sekunden später die passende Antwort. Eine gute Kombination mit einem Anspiel an Lino Messerschmidt brachte den fälligen Strafwurf und eine Zeitstrafe gegen den Mundenheimer Spieler Bastian Schleidweiler.
Denni Djozic verwandelte sehr sicher zum 20:23 und die Partie war spätestens jetzt entschieden. Kurz vor dem Abpfiff erzielte Mundenheim noch einmal das 22:23 und im Gegenzug war es Lars Hannes der zum Endstand von 22:24 traf. Bereits eine Minute vor dem Ende gab es nur noch ein Fangesang und stehende Ovationen.
Hasslocher Fans feierten den hochverdienten Auswärtssieg mit ihrer Mannschaft.

Für Trainer Andreas Reckenthäler war es natürlich mehr als ein übliches Auswärtsspiel, denn er war hier drei Jahre Trainer und da sah man ihm die besondere Freude auch an.
Es waren letztendlich auch nur zwei Punkte aber erstens haben wir 55 Minuten souverän
hier geführt und zweitens möchte man ein Derby an alter Wirkungsstätte auf jeden Fall gewinnen und dies haben die Jungs heute toll gemacht, meinte er nach der Partie.
Mit nun 18:8 Punkten haben wir eine tolle Vorrunde hinter uns.
Ein besonderes Lob der Hasslocher Verantwortlichen geht an die tolle Kulisse und die Unterstützung der Fangemeinschaft, die über 60 Minuten unermüdlich ihr Team anfeuerten.

Insgesamt war es das erwartete Derby in voller Halle, einem verdienten Sieger, aber auch einer kämpfenden Heimmannschaft.

TSG
Bitz, Modzinski, Mangold, Julius Herbert, Hartmann 1, Konstantin Herbert, Djozic 4/2, Zech 6, Hannes 3/1, Kern 3, Messerschmidt 4, Gregori 2, Triebskorn 1, Müller