Mit einem am Ende klaren 37:26 (13:12) Heimsieg hat sich unsere erste Mannschaft weiterhin an der Tabellenspitze der Abstiegsrunde Gruppe 6 behauptet und ist nach schwachen Auswärtspartie in Essen wieder auf Kurs.

Allerdings zeigte sich Söflingen, trotz des unvermeidlichen Abstiegs sowohl kämpferisch als auch spielerisch sehr lange als ebenbürtiger Gegner.

Es entwickelte sich von Anfang an ein spannendes Spiel, bei dem den Hausherren die Wichtigkeit der Partie auf der Stirn ablesbar war. Der Druck der Blauweißen, die erneut ohne einige Stammspieler antreten mussten, war enorm und dies war dem Spiel auch anzusehen. In den ersten dreißig Minuten hatte die Mannschaft vom Trainerteam Reckenthäler/Rogawski viel zu viele Fehlpässe, technische Fehler und Fehlwürfe produziert. Dies wussten die Schwaben immer wieder in einfache Tore umzumünzen und wäre da nicht der gut aufgelegte Daniel Schlingmann im Tor gewesen, wer weis…

Natürlich hatten wir uns das in der ersten Halbzeit anders vorgenommen, aber jeder weiß wie es ist wenn man unter Druck gewinnen muss. Dies hatte uns ein Tag vorher ein anderer Drittligisten, nämlich der 1.FC Kaiserslautern im Fußball vorgemacht, meinte der sportliche Leiter Thomas Müller zum Vergleich. Aber im Gegensatz zum FCK haben wir zum Glück nicht verloren. Unter Druck funktionieren Automatismen nicht, man wird nervös und produziert unübliche Fehler. Und dies ist nicht nur im Sport so, fügt Müller hinzu.

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Über 2:1 und 3:1, jeweils durch den stark aufspielenden Elvijs Borodovskis auf der rechten Rückraumposition sah es zunächst noch dem Tabellenstand entsprechend aus. Aber ab dann schlichen sich die genannten Fehler ein und spätestens nach dem 4:4 war die anfängliche Sicherheit weg. Dies ging bis zur 15. Minute als der kleine, aber sehr aufgeweckte Lukas Bär das 7:7 erzielte. Danach konnte sich unser Team bis zum 11:8 erneut absetzen, aber verspielte diesen Vorsprung innerhalb kurzer Zeit abermals und Söflingen glich in Spielminute 23 zum 11:11 aus. Theo Surblys, der mittlerweile für Kevin Seelos im Spiel war legte zum 12:11 vor, Salger traf jedoch im Gegenzug zum 12:12. Den 13:12 Pausenstand erzielte Borodovskis.

Nach der Pause ergab sich zunächst das gleiche Bild. Hassloch legte, jetzt durch die treffsichere Flügelzange Dennis Gregori und Konstantin Herbert immer ein Tor vor und Söflingen glich aus. Nach dem 18:17 durch Lino Messerschmidt, der im zweiten Durchgang ebenfalls kaum zu stoppen war, gab es einen Strafwurf für die Gäste. Nun kam Marco Bitz, der bereits im ersten Durchgang einen Strafwurf parierte ins Tor und entschärfte auch diesen Siebenmeter inklusive des Nachwurfs. Jetzt ging es sehr schnell nach vorne und die Blauweißen konnten sich Schritt für Schritt absetzen. Achtzehn Minuten vor dem Abpfiff markierte Kapitän Kevin Seelos, der gegenüber den Vorwochen ebenfalls eine deutliche bessere Leistung zeigte das 23:19 und unsere Jungs lagen erstmals mit vier Toren Unterschied in Front. Ab da an war der Bann gebrochen, Söflingen hatte kaum noch Etwas entgegenzusetzen. Und wenn dann mal freie Bälle in Richtung unseres Tores kamen, war Daniel Schlingmann da, oder die Schützen trafen das Tor nicht mehr. Über 28:22 durch Yannick Treiber (51. Minute) und 33:25 durch Dennis Götz fünf Minuten vor dem Ende, steuerte unsere Mannschaft auf einen Kantersieg zu. Die letzten Treffer erzielten Max Zech und Lukas Francik zum 37:25 bzw 37:26 Endstand.

Insgesamt ein verdienter Sieg nach anfänglichen Schwierigkeiten. Speziell im zweiten Durchgang war auch die körperliche Präsenz und Dominanz der Hausherren spürbar. Diese wurde auch richtig eingesetzt, was man unter Anderem an den gezielten Kresianspielen zu Messerschmidt und durch dynamische gute Kreuzbewegungen im Rückraum sehen konnte. Da waren unsere Jungs einfach überlegen und diese Überlegenheit wurde heute sowohl in der Abwehr als im Angriff entsprechend ausgespielt. Das war ein ganz wichtiger Baustein zum Erfolg.

Die gut 400 Zuschauer waren ebenfalls zufrieden und bedankten sich bereits eine Minute vor dem Abpfiff mit stehendem Applaus bei ihrem Team.

 

TSG

Bitz, Schlingmann, Modzinski, Messerschmidt 5, Borodovskis 11/5, Hannes, Treiber 1, Zech 1, Seelos 5, Gregori 5, Surblys 2, Konstantin Herbert 6, Dennis Götz 1, Julius Herbert