Irgendwie konnten sich weder unsere Spieler noch die Zuschauer so richtig über das 27:27 (15:12) freuen, denn wenn man immer führt und das Spiel bestimmt ist es eher ein Punktverlust als ein Punktgewinn.

Aber ist dies nicht schon anmaßend, meinte unser sportlicher Leiter Thomas Müller nach der Partie. Wir haben gegen den Tabellenzweiten gespielt und einen Punkt ergattert. Wir haben aus den letzten vier Spielen sieben Punkte geholt und mit maximal vier Punkten haben wir gerechnet. Also lassen wir die Kirche mal im Dorf. Man darf auch nicht vergessen, dass Denni Djozic seit zwei Wochen nicht trainiert und Maximilian Zech aufgrund einer Handverletzung ausgefallen ist. Zudem konnte Dennis Götz in der zweiten Hälfte wegen Kreislaufproblemen nicht mehr spielen.

Von Beginn an lag unsere Mannschaft immer vorne. Elvijs Borodovskis legte zum 1:0 vor und nach fünf Minuten erzielte Kapitän Kevin Seelos das 4:2. In der 10. Spielminute war es Kreisläufer Stefan Job der zur ersten Dreitoreführung für die Hausherren traf. Er erzielte insgesamt drei Tore und leistete erneut in der Deckung im Innenblock gemeinsam mit Nils Röller, Lars Hannes und Oliver Zeller im Wechsel sehr gute Arbeit. Wir haben in den letzten Partien jeweils weit unter 30 Gegentore erhalten. Diese tolle Abwehrleistung verdient zusammen mit Schlingel im Tor ein Sonderlob.

Zurück zum Spiel. Die Gäste kamen mit ihrem extrem schnellen Spiel durch Tore von Breckel und Goller zum 6:5 Anschluss. Nach 15 Minuten erzielte Christian Jabot sogar den 7:7 Ausgleich, ehe Djozic und zweimal Seelos erneut vorlegten.

Dann gab es binnen weniger Sekunden zwei Zeitstrafen gegen Nils Röller und gegen den erneut stark aufspielenden Florian Kern. Mit nur vier Spielern gegen die vollzähligen Gäste erzielte Oliver Zeller das 11:8 und per Strafwurf erhöhte Denni Djozic sogar auf 12:8.

Über 12:9 und 15:10 ging es mit 15:12 in die Halbzeitpause. Hier war eigentlich mehr drin, denn wir haben aus den guten Paraden von Daniel Schlingmann kurz vor der Pause zu wenig gemacht. Da kannst du durchaus zuhause auch mit sechs oder sieben Toren Vorsprung in die Kabine gehen, meinte Müller.

Der zweite Durchgang war eigentlich eine Kopie der ersten dreißig  Minuten. Nach 16:13 folgte der erste Ausgleich beim 17:17 und innerhalb 200 Sekunden lagen wir erneut mit 20:17 in Front. Die Offensive Deckungsvariante der Gäste legte alsdann unser bis zu diesem Zeitpunkt gut funktionierendes Angriffsspiel etwas lahm und so kamen die Pfullinger erneut zum 21:21. Abermals gaben wir die richtige Antwort und gingen durch Kern und Borodovskis zehn Minuten vor dem Abpfiff mit 23:21 in Führung. Ein kleiner “Durchhänger” unseres Teams nutzte der Tabellenzweite und kam zweieinhalb Minuten vor dem Abpfiff zum 26:26. Florian Kern erzielte mit seinem siebten Treffer das 27:26 ehe Christian Jabot per Strafwurf den 27:27 Endstand erzielen konnte.

Alles in allem ist ein Punkt gegen Pfullingen zufriedenstellend, auch wenn wir mehr vom Spiel hatten, meinte Trainer Tobias Job.

 

TSG
Pfaffmann, Schlingmann, Modzinski, Borodovskis 5, Hannes, Kern 7, Muhovec, Seelos 6, Gregori 2, Job 3, Hartstern, Zeller 1, Djozic 2/2, Röller, Götz 1