Durch eine starke Leistung des Haßlocher Daniel Schlingmann im Tor, zehn Treffer von Florian Kern, einer Leistungssteigerung von Elvijs Borodovskis im zweiten Durchgang und einer guten Leistung von Strafen Job am Kreis wurde das Spiel gegen die Männer von Trainer Matthias Heineke am Ende gewonnen.

Eigentlich wusste keiner in der Halle wie wir das Spiel gewinnen konnten, bzw. wie Oppenweiler-Backnang es verlieren konnte, denn die Gäste dominierten über 50 Minuten die Partie, so Trainer Tobias Job zum Heimsieg.

Und dabei standen die Vorzeichen eher schlecht, denn mit Kevin Seelos (Rückenprobleme), Lars Hannes (Magen-Darm-Virus) und Denni Djozic (Grippe) waren drei Spieler mehr oder weniger nicht einsatzfähig.

Bis zur 15. Minute (über 3:3 und 5:5) war die Partie noch offen, ehe die Murrtaler binnen drei Minuten auf 5:9 davonzogen. In dieser Phase und in den weiteren knapp zehn Minuten war es den Blauweißen nicht möglich den Anschlusstreffer zu erzielen. Erst in Spielminute 27 gelang es dem überragenden Florian Kern auf 10:11 zu verkürzen. Als dann noch im Gegenzug Marcel Lenz einen Strafwurf für die Gäste vergab, keimte Hoffnung im TSG Lager auf. Aber anstatt den Ausgleich zu erzielen legte Oppenweiler wieder zu und ging mit einer verdienten 10:13 Führung in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff waren unsere Jungs zwar stets bemüht, aber immer wenn wir ein Tor erzielten, kam postwendend eine gute Antwort des Gegners. Auch als wir nach dem 16:19 durch zwei schnelle Tore von Max Zech und Stefan Job auf 18:19 verkürzten blieben die Gäste cool und kamen nicht außer tritt, denn wenige Angriffe später betrug der Vorsprung wieder drei Tore (20:23 , 21:24 , 22:25). Beim 23:26 in der 53. Minute gab wohl niemand mehr so richtig etwas auf die Hausherren und es sah so aus als ob die Partie bis zum Ende so weiter verläuft. Aber unsere Mannschaft, angetrieben von Tobias Job gab sich nicht geschlagen und kämpfte unerbittlich weiter, was sich dann auch auszahlen sollte.

Plötzlich ergaben sich Chancen, die auch genutzt wurden und innerhalb von 90 Sekunden schafften Götz, Kern und Zeller den Ausgleich zum 26:26. Nun war auch das in den Dornröschenschlaf gefallenen Publikum hellwach und witterte doch noch eine Siegeschance und feuerte seine Truppe frenetisch an. Da nutzte auch die Auszeit von Matthias Heineke nichts mehr. Haßloch zog weiter davon und nach dem 28:26 durch Steffen Job war die Partie völlig auf den Kopf gestellt. Am Ende zeigte die Anzeigetafel das Ergebnis von 31:27.

Was sich heute abspielte habe ich in über 40 Jahre Handball selten erlebt, meinte unser sportlicher Leiter Thomas Müller und gratulierte der Mannschaft dafür das sie sich nicht aufgegeben hat. Da bin ich am Dienstag in der Pflicht mit einem kleinen Kabinenfest.

Wie wichtig dieser Heimsieg war, zeigte sich noch am Abend, denn die Konkurrenz aus Erlangen und Willstätt punktete ebenfalls. Wir haben es mit unseren Heimspielen selbst in der Hand die Liga zu halten, auch wenn die nächsten drei Partien (in Saarlouis, zu Hause Pfullingen und in Horkheim) sicher sehr schwer werden. Daher müssen wir Ruhe bewahren und denken von Spiel zu Spiel, meinte Kapitän Kevin Seelos.

Ein denkwürdiges Handballspiel ging zu Ende und lieferte viel Diskussionsstoff bis in die Nacht hinein.

 

TSG
Pfaffmann, Schlingmann, Modzinski, Borodovskis 5, Hannes, Kern 10, Zech 1, Muhovec 1, Seelos, Gregori 1, Job 4, Hartstern 1, Zeller 3, Djozic, Röller 1, Götz 4/3