Mit einer doch eher deutlichen 36:30 (17:15) Niederlage und hängenden Köpfen kehrte unser Drittligateam am Samstag vom Auswärtsspiel in Oppenweiler-Backnang zurück.

Wenn wir bisher eher mit der Angriffsleistung unserer Jungs harderten, so lag es dieses Mal eher an der Defensive, denn mit 30 geschossenen Toren kannst du durchaus ein Spiel gewinnen, meinte Trainer Tobias Job enttäuscht nach der Partie.

Trotzdem dürfen wir nicht vergessen, dass wir auch wieder im Angriff zu viele Fehlwürfe und technische Fehler hatten, fügte er hinzu.
Zunächst dauerte es über fünf Minuten bis Marcus Lenz, der linke Aussenspieler der Hausherren den Torreigen eröffnete. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir in der Tat schon drei freie Bälle verworfen. Kevin Seelos, der sich an diesem Abend in Topform befand, erzielte den Ausgleich zum 1:1. Erneut Lenz und im Anschluss Florian Kern trafen zum 2:2 in der achten Minute. Dies war auch gleichzeitig das letzte Unentschieden an diesem Abend.

Fehlabspiele und Fehlwürfe im Hasslocher Angriff verhalfen dem Gegner innerhalb von zwei Minuten auf 5:2 vorzulegen. Nach 21 Minuten gingen die Hausherren erstmals mit vier Toren mit 12:8 in Front. Aber unser Team fightete aufopferungsvoll und gab sich nicht auf.  Beim Stand von 13:9 waren es Seelos und Jungster Nils Röller, der bei seinen fünf Toren keinen Fehlwurf hatte, die auf 13:11 verkürzten. Vierzig Sekunden vor dem Pausenpfiff erzielte Dominik Hartstern den 16:15 Anschlusstreffer, aber ein unglückliches Tor wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff durch Kreisläufer Stryc ermöglichte das 17:15 für Oppenweiler.

Alles war noch offen und wir waren zu diesem Zeitpunkt wieder im Spiel. Jedoch nach dem Wiederanpfiff (wir hatten Anspiel) sahen die gut 20 mitgereisten Fans einen technischer Fehler und ein Fehlwurf ihrer Mannschaft. Das Momentum lag da auf der Seite von Oppenweiler-Backnang, denn die Mannschaft von Coach Heineke baute binnen zwei Minuten den Vorsprung auf 19:15 aus. Erneut kamen wir mehrmals auf zwei Tore heran und beim 21:20 lag sogar der Ausgleich in der Luft. Aber anstatt zu werfen versuchte der völlig verunsicherte rechte Rückraumspieler Elvijs Borodovskis ein Kreisanspiel, welches in den Händen der gegnerischen Abwehr landete und im Gegenzug war es Mittelmann Prasolov der zum 22:20 traf. Dies war wohl irgendwie der komplette Wendepunkte im Spiel, denn nur wenige Minuten später war die Partie entschieden. Natürlich haben wir gewusst wie schwer es hier wird, denn Oppenweiler ist derzeit gut drauf, aber innerhalb von sieben Minuten von 22:20 auf 28:21 machtlos zuzuschauen das tut schon weh, meinte unser sportlicher Leiter Thomas Müller. Wir werden sicher nicht in Panik verfallen, aber so langsam müssen wir den Hebel umlegen und zwei Punkte einfahren. Ein Sorgenkind ins derzeit die rechte Rückraumposition, denn sowohl Elvijs als auch Ales sind momentan nicht im Form und verunsichert. Dies wird sich auch wieder ändern, da bin ich in sicher, so Müller. Wenn wir jetzt eine Abwehr wie in den letzten Begegnungen mit den 30 Toren von heute zusammen bringen, dann sind wir wieder auf der Siegesstrasse – aber das ist einfacher gesagt als getan.

Nach dem 30:22 in der 50. Minute bahnte sich ein Debakel an, aber wir kämpften weiter und konnten bis zum Ende der Partie noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Der Sieg geht in Ordnung, aber so blöd es sich auch anhört, da war mehr drin, sagte Kapitän Kevin Seelos. Jetzt sind wir am Zug und müssen Punkte holen das ist uns schon bewusst. Heute allerdings müssen wir die Niederlage erst mal verarbeiten.

 

TSGHassloch
Schlingmann, Pfaffmann, Borodovskis 4, Hannes, Kern 1, Zech 1, Muhovec 1, Seelos 10, Gregori, Job, Hartstern 1, Zeller 4, Djozic 2/1, Röller 5, Götz 1