Mit 27:22 (12:11) hat unsere erste Mannschaft das Pfalzderby in Zweibrücken gewonnen. Damit haben wir endgültig den Ligaverbleib gesichert und für Zweibrücken ist der Abstieg in die Oberliga eigentlich nur noch theoretisch vermeidbar.
In Durchgang eins war die Partie noch offen, obwohl wir gefühlt die bessere und abgeklärtere Mannschaft waren – dies zeigte sich jedoch noch nicht im Ergebnis.
Wenn man es genau nimmt waren nach der Pause zehn Minuten Tempohandball ausreichend um in Zweibrücken zu gewinnen und das ist nicht überheblich gemeint, so unser sportlicher Leiter Thomas Müller nach der Partie.
Das Spiel begann zunächst wie erwartet auf Augenhöhe und keiner Mannschaft war es möglich sich entscheidend abzusetzen. Es ging ständig ein Tor rauf und runter, wobei wir einfach zu viele freie Bälle verwarfen. So war es kein Wunder, dass es bis zum Halbzeitpfiff ein munteres Match war bei dem es bei beiden Mannschaften um nicht mehr allzu viel ging.
Zweibrücken hatte sich wohl dem Schicksal des Abstiegs hingegeben und Hassloch hatte die Klasse mehr oder weniger gesichert. Beim Stand von 11:11 kam Florian Pfaffmann und hielt einen Strafwurf. Im Gegenzug erzielte Elvijs Borodovskis das 12:11 Halbzeitergebnis für Hassloch.
Aber die Gäste wollten auf jeden Fall gewinnen und das jahrelange „Zweibrücken-Gespenst“ verbannen. Auch wenn wir gefühlt mit fünf Toren vorne liegen, das nützt uns nichts denn wir müssen die Überlegenheit auch in Tore ummünzen, meinte Trainer Tobias Job in der Halbzeitpause und stellte seine Jungs nochmals ein. Die Abwehr gestärkt vom guten Daniel Schlingmann stimmte, lediglich im Angriff waren die Blauweißen etwas zu verhalten.
Dies sollte sich direkt nach Wiederanpfiff ändern, denn mit einem schnellen und dynamischen Spiel in den ersten sechs Minuten der zweiten Hälfte wurde das Ergebnis von 12:11 auf 17:11 ausgebaut. Diesen Vorsprung konnte Zweibrücken nur noch zweimal auf drei Tore verkürzen (16:19 und 17:20), aber unsere Truppe hatte immer eine Antwort parat. Trainer Danijel Grgic brachte jetzt den siebten Feldspieler, allerdings zeigte dieses taktische Mittel nicht den gewünschten Effekt. Exakt zehn Minuten vor Ende der Partie erzielte Oliver Zeller das 24:17 aus Hasslocher Sicht. Dies war die Vorentscheidung zum letztendlich ungefährdeten 27:22 Auswärtssieg, der durch die circa 50 mitgereisten Hasslocher Fans auch lautstark gefeiert wurde.
Eine geschlossene Mannschaftsleistung und 19 gehaltene Bälle von „Schlingel“ waren der Grundstein zum Sieg, fasste Kapitän Kevin Seelos zusammen.

TSG
Pfaffmann, Schlingmann 1, Borodovskis 5, Kern 1, Muhovec 1, Schmieder, Seelos 4, Gregori 1, Job 2, Hartstern, Zeller 4, Djozic 7/5, Röller 1, Götz

VTZ
Rupert, Klöckner, Radenovic, Brauns 1, Wiese 2, Wilga 4, Petrusis 2, Kraucevicius 2/1, Schweitzer, Paetow 1, Mokris 8/5, Stauch, Kurotschkin 2