20.1.2018 Knapp verloren beim Bundesliganachwuchs der Löwen – Anfang verpennt

Mit 24:26 (12:11) hat unsere Mannschaft gestern das Drittligaspiel bei den Nachwuchs-Rhein-Neckar-Löwen verloren und dadurch die Möglichkeit sich unter den ersten fünf festzusetzen verpasst. Eigentlich schade, denn da war mehr drinnen.
Die Anfangsphase wurde im wahrsten Sinne des Wortes verpennt und nach gut sechs Minuten lagen unsere Mannen bereits 4:0 zurück und man konnte schon Schlimmeres befürchten. Zu viele gute Torchancen wurden ausgelassen und speziell unser Rückraum hatte kaum Durchsetzungsvermögen gegen die gut gestaffelte 6:0 Abwehr der Hausherren entwickelt. Beim Spielstand von 7:2 nach knapp 10 Minuten nahm Trainer Tobias Job eine Auszeit, welche auch Wirkung zeigte. Über 7:5 durch Dennis Gregori legten die Hausherren zwar nochmals auf 10:6 vor, aber danach kamen unsere Jungs besser ins Spiel und konnten in der 25. Minute erstmals zum 10:10 ausgleichen. Dabei gelang den Hausherren sieben Minuten kein Tor, denn die Abwehr hatte sich gesteigert und was dann noch an Würfen durchkam war die Beute von gut aufgelegten Daniel Schlingmann im Tor. Bis zum Pausenpfiff des souveränen Schiedsrichtergespanns Jung/Schmack legten wir durch Florian Kern sogar zum 12:11 vor.
Im zweiten Durchgang ging das Spiel nun hin und her und nach dem 13:11 durch Hartstern fiel direkt der erneute Anschlusstreffer und der 13:13 Ausgleich durch die Spieler Bolius und Ganz. Von nun an konnte sich keine der beiden Mannschaften mit mehr als einem Tor absetzen. So stand es nach 45 Minuten 19:19 und sechs Minuten später 21:21. Jetzt gab es eine Zeitstrafe wegen eines angeblichen Wechselfehlers von Andreas Zellmer. Es ist nicht nachvollziehbar wenn solche Entscheidungen ein Spiel mitentscheiden, denn ob da ein Spieler einige Zentimeter weiter weg, näher dran oder auf der Aussenlinie beim Wechselvorgang steht, hatte zumindest in diese Szene sicher keinen Einfluss auf den Spielverlauf, der Pfiff der Damen am Zeitnehmertisch allerdings schon, meinte unser sportlicher Leiter Thomas Müller zu dem fragwürdigen Pfiff und der damit zwangsläufig verbundenen Zeitstrafe. Trotzdem konnten wir durch Florian Kern nochmals zum 23:23 ausgleichen, aber eine erneute Unterzahl durch die Zeitstrafe von Dominik Hartstern vier Minuten vor Partieende, ermöglichte den Gastgebern durch Max Trost und Luca Braun auf 25:23 vorentscheidend davonzuziehen. Nun waren noch weniger als zwei Minuten zu spielen und die letzte Chance den Abschlusstreffer zu erzielen hatte Oliver Zeller. Völlig frei scheiterte er an Torwart Bauer. Damit war das Spiel entschieden.
Insgesamt eine knappe und etwas unglückliche Niederlage, die uns sicher nicht aus der Bahn wirft. Aber man muss diese Partie schon mal näher betrachten und analysieren. Wir haben heute ohne Rückraum gespielt, die Halben hatten alle einen schlechten Tag erwischt. Lediglich wenn Florian Kern im linken Rückraum auftauchte gab es Torgefährlichkeit. Eine spielgestaltete Mittelposition war eigentlich kaum vorhanden. Aber auch von anderen Positionen wurden zu viele klare Torchancen vergeben – und trotzdem hätten wir heute etwas mitnehmen können. Die kämpferische Einstellung hat gestimmt und man muss auch mit einem schwarzen Tag leben können, so Thomas Müller nach der Partie. Schauen wir mal das wir nächste Woche unser Heimspiel gewinnen, dann sind wir voll im Soll.

 

TSG
Schlingmann 1, Röpcke, Borodovskis 2, Kern 5, Zech, Muhovec 3, Freitag, Hartstern 1, Zellmer 1, Gregori 4, Job 2, Zeller, Götz 5/5

RNL
Boudgoust, Bauer, Maximilian Trost 4, Zweigner, Braun 5, Haider, Bolius 7, Sebastian Trost 2, Röller, Meyer, Kirchenbauer 2, Ganz 4, Keller 2, Kessler

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