Rückblick

Nach dem Aufstieg in die 3. Liga hatte unsere Mannschaft viele Tiefen und einige Höhen erlebt. Am Ende war nach langem Kampf der Klassenerhalt gesichert und alle gehen erwartungsvoll in die nächste Saison.

Zum Mannschaftskader:

Für die 3. Liga Süd – die mit Abstand stärkste der vier 3. Bundesligen – musste unser Spielerkader um einiges verändert werden.

Nicht mehr zu unserem Spielerkader gehörten Torwart Zsolt Kovacs, Kevin Bitz, Kai Best, Maximilian Bannicke, Sebastian Winkelmann und David Oetzel. Neu zum Team kamen Torwart Daniel Schlingmann (HF Illtal), Marco Widmann (SG Nußloch), Peter Masica (TV Großsachsen), Elvijs Borodovskis (HSV Bad Blankenburg und Lukas Gerstle (SG Albersweiler-Ranschbach). Mit Admir Kalabic haben wir auch einen neuen Trainer verpflichtet, der von der SG Nußloch kommt und die 3. Liga kennt.

Nachdem sich Elvijs Borodovskis bei der lettischen Nationalmannschaft verletzte, erklärte sich Matthias Röder bereit, während der Verletzungspause auszuhelfen.

 

Die Saison begann mit einer unglücklichen 29:30-Niederlage beim Mitaufsteiger VfL Pfullingen. Das erste Heimspiel bescherte uns dann zum Derby den Mitfavoriten um die Meisterschaft TV Hochdorf. Unser Ausweichen in die Pfalzhalle hatte sich dabei gelohnt. Vor fast 1400 Zuschauern zeigte unsere Mannschaft ein gutes Spiel und gewann verdient mit 34:24. Die Ernüchterung folgte dann bei der HSG Konstanz mit einer 24:38-Schlappe. Gegen den SV Salamander Kornwestheim folgte mit dem 24:19 der zweite Heimsieg. Von den nächsten beiden Auswärtsspielen bei der SG Nußloch (23:39) und der SG Kronau-Östringen II (30:39) kam unser Team wieder mit hohen Niederlagen zurück. Zu Hause gegen den SV 64 Zweibrücken wurden von unserer Mannschaft schon beide Punkte verschenkt, doch Sebastian Bösing rettete mit seinem Treffer in der letzten Sekunde noch einen Punkt zum 25:25. Umgekehrt verliefen die letzten Sekunden im Spiel bei der SG H2Ku Herrenberg. Nach dem „Siegtreffer“ wenige Sekunden vor Spielende vergaß unser Team die restliche Spielzeit und kassierte noch den Ausgleich zum 28:28. Zu Hause gegen die SG Leutershausen verlor unsere Mannschaft etwas unglücklich mit 24:26, dafür gelang eine Woche später ein 30:23-Heimsieg gegen TV Germania Großsachsen. Bei der SG Köndringen-Teningen folgte eine unnötige 20:25-Niederlage. Dann wurde der HC Oppenweiler-Backnang mit 31:25 geschlagen und auswärts folgten wieder zwei Klatschen. Bei der TGS Pforzheim mit 19:28 und beim TSB Heilbronn-Horkheim mit 23:33. Die Vorrunde wurde dann mit einem 29:27-Erfolg gegen die HBW Balingen-Weilstetten II und leider nur mit dem 14. Tabellenplatz beendet.

Der Beginn der Rückrunde verlief auch nicht nach Wunsch. Gegen den VfL Pfullingen gab es eine 29:31-Heimniederlage, beim TV Hochdorf wurde beim 25:25 ein Punkt verschenkt und beim Heimspiel gegen den Tabellenführer war auch mehr drin, als eine 24:27-Niederlage. Beim SV Salamander Kornwestheim wurde dann aber mit 37:27 der erste Auswärtssieg gefeiert. Dann wurde zu Hause gegen die SG Nußloch beim 24:24 ein Punkt verschenkt und eine Woche später fehlte beim gleichen Ergebnis gegen die HSG Kronau-Östringen II wieder ein Punkt. Es folgte das vorentscheidende Spiel beim vorletzten der Tabelle SV 64 Zweibrücken, das nach einer schwachen Leistung unseres Teams mit 29:34 verloren wurde. Gegen den schwachen Tabellenletzten folgte dann zu Hause ein 42:29, aber dann folgten wieder zwei Auswärtsschlappen. Bei der SG Leutershausen gab es ein 22:35 und beim TV Germania Großsachsen folgte ein 21:32. Als dann noch zu Hause gegen die SG Köndringen-Teningen mit dem 25:27 wieder beide Punkte im Abstiegskampf verloren wurden, wurde die schon länger ins Auge gefasste Überlegung, uns von Trainer Admir Kalabic zu trennen, in die Tat umgesetzt. Unser Trainer ab der nächsten Saison, Tobias Job, konnte sich beim TV Knielingen früher loseisen und übernahm unsere Mannschaft weil er daran glaubte, den Klassenerhalt in der kurzen Zeit noch zu schaffen. Bei seinem ersten Spiel als Coach holte die Mannschaft beim HC Oppenweiler-Backnang mit 29:29 einen Punkt, aber das folgende Heimspiel wurde unglücklich mit 23:24 gegen die TGS Pforzheim verloren. Jetzt mussten die beiden letzten Spiele gewonnen werden, um noch eine Chance zu haben, den Klassenerhalt zu sichern. Dies gelang dann mit einem eindrucksvollen 29:24-Erfolg gegen den TSB Heilbronn-Horkheim und einem 28:26-Sieg bei der HBW Balingen-Weilstetten II.

Da alle anderen für den Abstieg relevanten Spiele so verliefen, dass unsere Mannschaft nicht davon profitieren konnte, ergab die Schlusstabelle folgendes Bild. Vor dem ersten Absteiger SG H2Ku Herrenberg gab es drei punktgleiche Teams. Der SV 64 Zweibrücken hatte den direkten Vergleich gegen unsere Mannschaft und auch gegen den SV Kornwestheim gewonnen. Unsere Mannschaft war gegen den SV Kornwestheim im Vorteil. Damit war der SV 64 Zweibrücken gerettet und der SV Kornwestheim abgestiegen. Unsere Mannschaft stand auf dem 14. Tabellenplatz und hatte damit die Chance, in einer Relegation der 4 Tabellenvierzehnten die Klasse zu halten, weil 2 Mannschaften nicht mehr für die 3. Liga meldeten. Das Turnier fand beim Vertreter der 3. Liga Süd – also in unserem TSG-Sportzentrum – statt. Hier möchte ich mich noch einmal bei Frank Schuster von der Abteilung Tischtennis bedanken. Er hatte das TSG-Sportzentrum für ein größeres Tischtennis-Turnier gebucht, stellte uns aber die Halle für diese Relegation zur Verfügung und half uns damit sicher, dass wir den Abstieg vermeiden konnten. Bei dieser Relegation hatten dann die Gewinner der beiden ausgelosten Spiele HS Gummersbach-Derschlag II – HSV Blankenburg und TSG Haßloch – Füchse Berlin II den Klassenerhalt gesichert. Das erste Spiel gewann die HS Gummersbach-Derschlag II mit 29:28 nach 7m-Werfen. Zum Spiel gegen unsere Mannschaft hatten die Berliner Füchse 3 Spieler der 1. Mannschaft aus der Bundesliga – unter anderem Nationalspieler Paul Drux – mitgebracht, weil sie mit allen Mitteln ihre 2. Mannschaft in der 3. Liga halten wollten. Mit einem unbedingten Siegeswillen trat unsere Mannschaft auf und gewann das Spiel mit 23:22. Danach gab es in der Halle nur noch grenzenlosen Jubel.

 

Unsere 2. Mannschaft mit dem Trainerteam Peter Henkes und Gregor Bopp erreichte in der ersten Saison in der B-Klasse mit 431:323 Toren und 26:6 Punkten in den direkten Vergleichen mit TuS Heiligenstein II und HSG Lingenfeld-Schwegenheim II hinter Heiligenstein den 2. Tabellenplatz. Da der TuS Heiligenstein II auf den Aufstieg in die A-Klasse verzichtete, konnte unsere Mannschaft den Aufstieg wahrnehmen und spielt damit in der kommenden Saison in der A-Klasse.

Durch den Wechsel einiger Spieler der TSG Neustadt zu uns sind wir in der Lage, auch eine 3. Mannschaft zu melden. Sie wird auch vom Trainerteam Peter Henkes und Gregor Bopp betreut und spielt in der B-Klasse.

Nachdem während der letzten Saison der TV Kirrweiler seine weibliche A-Jugend aus der RPS-Oberliga abgemeldet hat, kamen fast alle Spielerinnen mit ihrem Trainerteam Peter Motz und Peter Wingerter zu uns und fragten uns nach Trainings- und Spielmöglichkeit für die TSG Haßloch. Da unsere Zukunftsplanungen auf den Ausbau von Aktiven- und Jugendmannschaften gerade angelaufen waren, kam uns diese Anfrage gelegen und so können wir für die nächste Saison wieder ein Frauen-Team melden, das dann mit großen Ambitionen in der A-Klasse spielen wird.

 

Bei unserer Jugend konnte im weiblichen Bereich keine Mannschaft mehr gemeldet werden. Im männlichen Bereich gab es keine B-Jugend. Bei der E-Jugend konnten 2 Mannschaften gemeldet werden und bei der C-Jugend konnten wir für die Rückrunde eine zweite Mannschaft nachmelden.

Unser Erweiterungsaufbau trug bei unserer Jugend im weiblichen Bereich noch keine Früchte. Im männlichen Bereich konnten für die nächste Saison alle Altersklassen besetzen werden. Bei der C- und E-Jugend spielen jeweils 2 Mannschaften.

Informationen von unseren Jugendmannschaften entnehmen Sie bitte dem Bericht unseres Jugendleiters Werner Völkner.

Die Abteilungsführung und die Jugendleitung der TSG-Handballer bedanken sich bei allen Trainern, Betreuern und Mithelfern für ihre aufopferungsvolle Arbeit. Bedanken möchten wir uns auch bei allen Mithelfern der Fördergemeinschaft und den vielen und leider doch zu wenigen Sponsoren. Einen besonderen Dank möchte ich noch unserem großartigen Publikum aussprechen.

 

Euer Egbert Best